Nach mehrjähriger Planungszeit und zahlreichen Diskussionen über die Finanzierung war am 14. Mai 2009 Baubeginn für den Erweiterungsbau der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät (RW) der Universität Bayreuth. Anlässlich der Grundsteinlegung kam auch Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch nach Bayreuth um gemeinsam mit Unipräsident Professor Rüdiger Bormann, Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl, Regierungspräsident Wilhelm Wenning, Unikanzler Dr. Ekkehard Beck, Johann Hanfstingl, stellvertretender Leiter des Staatlichen Bauamts Bayreuth, und Professor Jochen Sigloch, Dekan der RW-Fakultät die Grundsteinlegung zu feiern.
Heubisch versprach der Uni Bayreuth dabei auch weiter finanzielle Unterstützung. So werden allein in den Anbau der RW-Fakultät 18 Millionen Euro aus dem Förderprogramm Bayern 2020 investiert. Geplant ist eine Fertigstellung des Anbaus bis zum Wintersemester 2011/2012, wenn der doppelte Abiturjahrgang an die Universität kommt. Die Entwürfe zur Erweiterung mit insgesamt 4800 Quadratmetern zusätzlicher Nutzfläche stammen vom Nürnberger Architekturbüro Grabow und Hofmann. Der neue Gebäudeteil beherbergt neue Lehr- und Seminarräume sowie fünf Lehrstühle um der wachsenden Raumnot Herr zu werden. Mit rund 3800 Studierenden ist die RW Fakultät die größte der Uni Bayreuth. Diesen Status dürfte sie halten dürfen, denn Unipräsident Bormann rechnet mit bis zu 12.000 Studierenden bis 2011.
Auch die Studenten der RW Fakultät haben zu der Erweiterung einen Beitrag geleistet. So beschlossen sie einen teil ihrer seit 2007 erhobenen, aber noch nicht verwendeten, Studiengebühren für neue Übungs- und Aufenthaltsräume zur Verfügung zu stellen. Dafür sprachen sich bei einer Vollversammlung im Dezember 2008 70% der stimmberechtigten Studenten aus, womit 600.000 Euro für die Baumaßnahme genehmigt wurden. Bayern stellt zudem weitere 230.000 Euro.