Bomben auf Bayreuth fordert taz-Satiriker Wiglaf Droste vom israelischen Militär: “Machen Sie aus der Schäferhundebesitzerkulturhochburg Bayreuth das, was diese ihrem Wesen nach ohnehin ist: ein geistloses Erdloch.” In dem vergangenen Freitag erschienenen Artikel rät er der israelischen Armee, statt der libanesischen Hauptstadt Beirut “die namensähnliche deutsche Kleinstadt Bayreuth” zu bombardieren. Als Begründung führt Droste an, dass “der Antisemitismus immer virulent [ist], wo Wagner bramarbasiert wird”.
Auch für die Besucher der derzeit stattfindenden 95. Festspiele in Bayreuth hat er wenig freundliche Worte übrig: “Es ist ein prächtiger Arschgeigenreigen, der sich jährlich in Bayreuth aufmandelt und aufmauschelt: Autohausbesitzer, die in Kultur machen, Damen wie Mutti Roth, Muschi Stoiber oder Gewaltaprikose Angela Merkel, und obendrein reicht man die dazu passenden Künstlerhalunken”
Einer der Leserbriefe, die Herrn Droste als Reaktion auf seinen Satire (?) erreichten spricht davon, dass “73.000 Bayreuther pauschal beleidigt [sind]“. Auch wenn man im Presseamt der Stadt Bayreuth bisher nicht auf diese fragwürdigen Äußerungen reagierte stellt sich mir doch die Frage, ob man über dieses zur Zeit bandaktuelle Thema solche großen Witze reißen sollte. Oder fühle ich mich von dieser Aussage nur angegriffen weil ich ein gebürtiger Bayreuther bin? Zugegeben, das spielt sicherlich auch eine Rolle, bei jeder anderen Stadt würde es mich vermutlich nicht so sehr stören. Da würde sich aber auch kein so ausgelutschtes Wortspiel anbieten.
Dennoch, selbst der Versuch von Herrn Droste sich hinter seinem Interesse an Humorgrenzen zu verstecken können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Wortwahl und Zeitpunkt seiner Aussage deplaziert oder schlicht misslungen sind. Auch wenn sich die Satire oft der Übrtreibung und des Sarkasmus bedient - Herr Droste hat vor dem politischen Hintergrund den Ton verfehlt.
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Auch als Nicht-Bayreuther finde ich, dass der Autor sich hier ziemlich in der Wortwahl vergriffen hat… Mit Satire hat das nur noch wenig zu tun.
Wiglaf Droste,mal ehrlich, ist das ein Name oder ein skandinavischer Schimmelpilz? Auf jeden Fall passt er gut zur derzeitigen Verfassung der taz, dieses 8-Seiten-Blattes für kiffende Politilogie-Studenten. Jahrelang hat die Bild-Zeitung für Akademiker das Soli-Pferd geritten: Bitte, Bitte helft uns! Das funktioniert nicht mehr im Krieg. Deswegen kommt jetzt auch bei der WG-Zeitung der Hooliganism zum Zug. Erst der Angriff auf die Weichteile des polnischen Ministerpräsidenten. Jetzt der Aufruf eine deutsche Universitäts-Stadt zu bombardieren. Was als nächstes kommt ist ungewiss. Nur eins ist klar: die taz will auffallen. Ein kleiner Tip an die Redaktion: geht nach hause, Eure Zeit ist abgelaufen. Ihr kommt nicht mehr hoch und Euch braucht auch keiner mehr, weil das, was Ihr schreibt schon so ausgelatscht ist, dass es nur noch nervt. Viel Spaß auf dem Flug ins Nirwana, liebe taz. Bayreuth war lange vor Euch da und wird noch lange nach Euch da sein. Und sagt Eurem Schimmelpilz, dass er zwar in Bayreuth nicht willkommen ist, aber trotzdem kommen kann, weil ihn ja eh niemand kennt.
ihr armen würstchen… tja, satire muss man eben verstehen, aber als jurist wohl schwer machbar…
Ei, seid doch froh, dass wenigstens einem Bayreuth nicht komplett egal ist…
Jesses, was könnt Ihr Bayern schimpfen, wenn man Euch auf Heimat anspricht…