Es sind gute Neuigkeiten, die die Financial Times heute bekannt gibt: Auch die Koalitionsvereinbarung der neuen Bundesregierung steht dem Bologna-Prozess skeptisch gegenüber. Man erkennt, dass es für Bachelor-Absolventen in Jura, die eine nur dreijährige Ausbildung hinter sich haben, kaum geeignete Berufsfelder geben wird. Weiterhin fürchtet die Koalition, dass es “zu einem Verlust an Wissenschaftlichkeit in der universitären Juristenausbildung” kommen kann, sollte Bologna auch im rechtswissenschaftlichen Studium durchgesetzt werden.
Und auch Bundesjustizministerin Brigitte Zypries hat erkannt, dass “nach geltendem Recht die Rechtsberatung nur besonders qualifizierten Personen vorbehalten sei - also von Bachelor-Absolventen nicht zu leisten.” Vielleicht haben die Abgeordneten ja auch gemerkt, dass mit dem zu befürchtenden Titel Chaos niemandem geholfen ist. Ein Thema das für mich wohl nicht mehr aktuell ist, habe ich das Studium ja bereits begonnen. Aber spätestens wenn die Horrorszenarien von 20.000 arbeitslosen Bachelor-Juristen binnen drei Jahren Wirklichkeit werden, dürfte das Thema auch für mich wieder an Bedeutung gewinnen…
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