Politik

Hurricane George

Hurrikan? Flutkatastrophe? Irgendwie trifft es ja ausnahmsweise mal die Richtigen. Natürlich, vielleicht kann die allein stehende Mutter die nun die nächsten Wochen auf der Veranda ihres Nachbarn oder in einer Notunterkunft verbringen muss nichts dafür. Oder nur ganz wenig. Oder der Diabetes Kranke der sich seit 3 Tagen von Chips ernähren muss (wie ironisch). Er ist sicher auch nicht alleine daran Schuld.

Andererseits bezweifle ich, dass das Bild einer zu 80% unter Wasser stehenden Stadt die rücksichtslose Politik eines Mannes zu ändern vermag der auf dem Rückweg aus seiner Urlaubsresidenz (die er zugegebenermaßen früher verlassen hat – wenn auch nur um einen Tag…) mit trockenen Füßen über das Krisengebiet hinweg fliegt.

Ziemlich erbärmlich alles. Eine hochzivilisierte (?) Nation die auch 3 Tage nach der Katastrophe eine flächendeckende Hilfe nicht wirklich zu erbringen vermag (wie auch wenn ein Teil der eigenen Rettungskräfte noch in einem eben erst eroberten befreiten Land zugange sind). Fast lächelnd muss ich die örtlichen Ordnungswächter beobachten wie sie erfolglos versuchen Plünderungen zu verhindern. Anarchie mitten im goldenen Land? Neben den direkt Betroffenen sind auch wir die Leidtragenden (Benzinpreise) und Helfenden (Trinkwasseraufbereitungsanlagen). Was sonst noch? Globale Erderwärmung. Kyoto Protokoll. Bin gespannt wie die „betroffene“ Regierung ihrem Volk die Katastrophe erklärt und wie das Volk reagiert. Die nächte Wahl kommt bestimmt. Ob 1,5 Millionen Obdachlose auf der Flucht eine Nation wachrütteln können? Wahrscheinlich müssten dazu erst 80% des Landes unter Wasser stehen…

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